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Koi
Koi Varianten
Mit viel Übung und Erfahrung ist der Unterschied festzustellen. Der schnellwüchsige Koi wirkt harmonisch und ausgewogen kompakt, zugleich aber spindelförmig angelegt. Der zurückgebliebene Koi wirkt leicht verwachsen, zwergenwüchsig. Beim ausgewachsenen Koi braucht man über die zu erreichende Größe nicht mehr zu spekulieren. Er sollte sich durch eine bullige, breit abgeflachte Schädelplatte auszeichnen. Das Erscheinungsbild eines Koi ist um so eindrucksvoller, je größer der Kopf im Verhältnis zum Körper erscheint. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Linie zwischen Ende des Kiemendeckels und des Auges möglichst lang ist und zugleich diese Linien auf beiden Längsseiten des Kopfs möglichst weit parallel verlaufen. Betrachten Sie einmal die Körperform eines gut genährten großen Chagoi. Dessen Körperform kann auf alle Varianten übertragen als Ideal verstanden werden. Allgemein ist bei allen Varianten eine gleichmäßige und intensive Färbung wichtig. Es ist auf eine Zeichnung zu achten, die sich klar von der Grundfärbung abhebt und sich wie eine geschlossene Decke über die Schuppen legt. Dabei ist eine exakte Abgrenzung (Kiwa) der einzelnen Farben zueinander erwünscht. Die Zeichnung muß, um ausgewogen zu wirken, sich gleichmäßig über beide Körperhälften erstrecken und sich über die Gesamtlänge ausdehnen. Damit die Größe eines Koi gut zur Wirkung kommt, ist es vorteilhaft, wenn vor der Schwanzflosse ein kurzes helles Feld liegt, das auch über dunklem Grund gut sichtbar ist. Das letzte zeichnungsbildende Element sollte zwischen dem Ende der Rückenflosse und dieser weißen Zone zu liegen kommen. Beim Kauf eines Jungfischs sollte man sich stets vergegenwärtigen, daß sich die Zeichnung im Verhältnis zum Wachstum unterproportional verhält. Zum besseren Verständnis: Ein Koi zeigt mit zunehmendem Wachstum immer mehr von seiner Körpergrundfarbe, da die Zeichnung aufreißt und in der Ausdehnung zurück bleibt. Während starker Wachstumsphasen kann das Kiwa verwaschen wirken, da in dieser Zeit die Flecken gleiten. In Ruhephasen klärt sich das Muster wieder auf. Nach unten abgleitende Zeichnungselemente, die sich von der Hauptzeichnung gelöst haben und Richtung Bauch driften, entsprechen nicht dem Ideal. Vor allem bei Jungfischen, deren Zeichnung nach unten nicht abgerundet ist, besteht die Gefahr, daß die Zeichnung aufreißt und einzelne Keile abtreiben. Durchgehend gezeichnete Kiemendeckel werden auch als negativ bewertet. Ihre kompakte, massiv erscheinende Färbung stört in der Regel das Gesamtbild der übrigen Zeichnung. Einschlüsse der Körpergrundfarbe in der Zeichnung wirken meist sehr unruhig und sind deshalb unerwünscht. Insbesondere bei zweifarbigen Varianten empfindet man diese sogenannten Fenster als sehr störend. Bei Jungfischen ist die Schädelplatte noch sehr dünn, so daß das Gehirn durchschimmert, das sich als eine Art graues Quadrat zeigt. Mit dem Heranwachsen verliert sich dieser Eindruck, da sich die Schädeldecke verdickt und die Hirnmasse nicht mehr sichtbar ist. Bei allen Varianten mit platinfarbenem Grund kann es auf dem Kopf zur Bildung kleiner silberner Flecke kommen. Diese werden durch eine Pigmentüberlagerung gebildet. Dieser Makel verliert sich spätestens im Alter von zwei Jahren. Auch die Hautbeschaffenheit hat einen Einfluß auf den Gesamteindruck. Die Haut muß die Farbtiefe unterstützen und ihr einen seidigen Glanz verleihen, so daß der Koi wie mit Klarlack überzogen aussieht. Leider verliert sich diese Hautqualität häufig mit zunehmendem Alter. In seltenen Fällen behalten auch Jumbo Koi diesen Glanz bis ins hohe Alter.
 
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Koi Arten

Koi Yamabuki Ogon

Der Name Ogon steht für einen einfarbigen Koi mit metallischer Körpergrundfarbe. Bei Yamabuki Ogon ist es ein wassergelber Farbton auf platin-farbenem Untergrund. Die hellen Farbschläge des Yamabuki Ogon sind die traditionellen Varianten. Der intensive goldgelbe Farbton der heutigen Zuchtstämme, der sich bis in die äußersten Zonen der Brustflossen erstreckt, wird als modern angesehen. Wichtigstes Kriterium neben Körperform und -größe ist der dreidimensional erscheinendeCharakter der Beschuppung. Sie sollten bei der Auswahl Ihres Ogon immer darauf achten, daß jede einzelne Schuppe ein vermeintlich tiefer liegendes Zentrum aufweist. Die Oberfläche des Schuppenkleids sieht dann wie die Struktur eines Golfballs aus. Der Größe und Form der Brustflossen sollten Sie ebenfalls Beachtung schenken. Große und runde Brustflossen sind bei dieser Zuchtform erwünscht. Bei manchen Zuchtlinien bilden sich orange Pigmentflecken aus, die sehr unschön wirken und den Wert des Fisches herabsetzen. Leider tritt diese Fehlpigmentierung gerade bei dem sehr großwüchsigen Stamm des Züchters Isumia sehr häufig auf. Ab einer Größe von 45 cm ist das Risiko der nachträglichen Bildung solcher Pigmentflecken sehr gering und der Kauf eines solchen Ogon ist anzuraten, da hier die Chance besteh, einen wirklichen Koi-Riesen heranwachsen zu sehen.