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Was sind Koi ?
Koi sind, zoologisch gesehen, eine domestizierte Form des Speisekarpfens, Cyprinus carpio. Während der Karpfen an sich bereits zur Römerzeit in Europa wichtiger Gegenstand der Teichfischzucht war und wahrscheinlich auch schon früh die ersten Zuchtformen entstanden, ist der Koi im engeren Sinne eine recht junge Zuchtform. Grundsätzlich gebührt die Ehre, die ersten Farbkarpfen gezüchtet zu haben, den Chinesen. Bereits in etwa 2.500 Jahre alten chinesischen Schriften werden mehrfarbige Karpfen erwähnt und ihre Zucht beschrieben. Doch erst als die Japaner sich vor etwa 190 Jahren den farbigen Karpfen zuwandten, entstand das, was wir heute Koi nennen.

In diesem Zusammenhang kurz etwas zur Bezeichnung im Deutschen Sprachgebrauch: alle japanischen Namen werden bei uns nur klangmalerisch in Schriftzeichen umgesetzt. Entsprechend findet man gleichberechtigt nebeneinander die Schreibweisen „Koi" und „Gor. Das Wort „Gor ist im Japanischen der Wortstamm für „Karpfen" und durch Zusätze wird festgelegt, welche Karpfenform denn nun gemeint ist. Der Speisekarpfen ist dementsprechend Magoi. Nach Teichfischer (1988) wird der Farbkarpfen in Japan erst seit den 50er Jahren dieses Jahrhunderts als Nishikigoi (nach dem japanischen Wort für Brokat, Nishiki) bezeichnet. Nach Europa kamen die Farbkarpfen auf jeden Fall schon vor der Jahrhundertwende. Die erste Abbildung in der Liebhaberliteratur stammt aus dem Jahre 1896 (siehe nächste Seite). Über die damalige Namensgebung in Japan schreibt Bade (um 1910), daß die Tiere dort Hi-goi genannt würden. Man unterscheide Bekkogoi oder Krobekko (rotschwarze Tiere), Shirobekko (schwarz-weiße Tiere), Shirogoi (ganz weiße Tiere) und Asagigoi (blaue oder grüne Tiere). Schon damals wurden die farbigen Tiere in Japan nicht verzehrt! Hingegen sind Farbkarpfen heute im südostasiatischen Raum beliebte Speisefische. Nur in Japan werden die Tiere, ihrer kulturellen Bedeutung wegen, nach wie vor nicht gegessen. Heute werden überall auf der Welt Koi gezüchtet. Am bekanntesten sind die Zuchten in Israel, Italien, Thailand, China, England, USA und Ungarn. Doch auch andere Länder bieten schöne Koi an. In Deutschland werden meist Farbkarpfen gezüchtet, die durch ihre Hochrückigkeit verraten, daß Speisekarpfen häufig eingekreuzt wurden. „Richtige" Koi erinnern durch ihren flachen Körperbau eher an die Wildform des Karpfens, der deshalb auch „Nudelholzkarpfen" genannt wird. Wenn auch im folgenden nahezu ausschließlich von Japanischen Koi die Rede sein wird, soll das nicht heißen, die anderen Koi seien immer qualitativ minderwertig. Dies trifft nicht zu. Aber bislang werden nur in Japan (aufgrund der dort mit den Koi verbundenen Assoziationen mit der Mythologie) reine Blutlinien, die fast immer mit den Familiennamen großer Züchter verbunden sind, streng selektiv gezüchtet. So kommen nur durchschnittlich 2,5 % der Jungfische, die aus einem Gelege schlüpfen, in Japan in den Handel. Der Rest wird vorher ausgelesen. In der Mehrzahl der anderen koizüchtenden Staaten wird da weit großzügiger verfahren. Daher muß nach wie vor der japanische Maßstab angelegt werden, wenn es um die Beurteilung der Qualität von Koi geht.

 
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Koi Arten

Koi Shiro Muji

Shiro Muji sind einfarbig weiße Kai. Achten Sie beim Kauf auf gleichmäßige Färbung und gute Körperform. Auch hier sind Tiere mit roter Iris besonders gefragt, aber auch extrem selten.